Kunst- und Kreativmarkt Freiburg 2011

Stand auf der Freiburger Messe

Der Stand auf der Messe Freiburg

Dieses Wochenende war ich in Freiburg auf dem Kunst- und Kreativmarkt in der Messehalle 1 der Freiburger Messe.

Das Konzept hat sich für mich erst mal sehr überzeugend angehört: Eine Mischung aus Flohmarkt und Kreativmarkt. Flohmarkt in Halle 3 und wir in Halle 1. So ähnlich kenn ich das Konzept ja auch aus Hannover und Berlin und dort hat das immer super funktioniert.
Die Standmiete war mit 100 Euro deutlich happiger als dort, aber hey! Freiburg! Drei-Länder-Eck! Da muss doch was gehen.
Zum Ausgleich hab ich noch einen kostenlosen Meter für Vorführungen dazugenommen und 2 Meter für Workshops, dazu zwei Tische für den Stand und einen Tisch. Strom natürlich auch.
Als ich dann Samstag morgen in unchristlicher Frühe ankam (Aufbau war von 7 bis 13 Uhr), waren schon alle Stände mit Kreide auf dem Hallenboden eingezeichnet. Leider nur 4 statt 5 Meter bei mir und kein Stuhl. Strom hieß für vier Stände zusammen ein Mehrfachstecker. Gottseidank brauchte niemand sooo viel Strom, das ging ganz gut. Für den Workshop waren keine Tische und keine Stühle vorgesehen. Die musste ich dann doch noch zusätzlich mieten. Naja.

Die Nachbarn in meinem Carree waren großartig und schnell kam gute Stimmung auf. Und dann hab ich aufgebaut und da noch viel Zeit war biszur Eröffnung bin ich erstmal zum Ikea um dort eine Schüssel zu kaufen, die ich vergessen habe.
Meinem Sinn für Wortspiele und Fäkalhumor kam der Weg dahin sehr zu gute. Neben dem Milchlaster von "Mutti" hatte es mir der Mandelkaka von Ikea angetan. Probieren hab ich mich aber nicht getraut.

Die Atmosphäre des Marktes war auf Grund der Halle leider etwas trist. Und dass man für den Flohmarkt 2 Euro Eintritt zahlen sollte und dann nocheinmal 4 Euro für den Kunstmarkt extra war nicht so gut für's Geschäft. Das Geld haben die Leute dann wohl lieber für einen Glühwein auf dem Jahrmarkt direkt nebenan ausgegeben.

Zeit genug für mich Geldbeutelschulden abzuarbeiten und lange versprochene Beutel aus alten Kalendern zu nähen. Die schönsten Beutel des ersten Tages waren eine Weltkarte, ganz aktuell inklusive Südsudan, dem jüngsten Land der Erde und ein Beutel aus dem Plakat zum letzten Schattenschnitzer von Christian von Aster. Ich hab das Buch leider noch nicht zu Ende gelesen, kann es aber jetzt schon (oder noch;-) ?) empfehlen.
Und so tröpfelte die Zeit am Samstag so vor sich hin. Hier ein Kronkorkbutton, dort ein Geldbeutel, ab und zu mal eine Schallschale.

Und wenn mich auf der Hinfahrt nicht der Bus versucht hätte irregulär zu überholen in der Baustelle, hätte ich keine Vollbremsung gemacht und die Bilderrahmen wären nicht verrutscht und nicht kaputtgegangen. Die durfte ich dann nach und nach reparieren. Auch eine Beschäftigung, wenn niemand kommt.

Abends bin ich Couchsurfen gegangen und bin in einer großartigen WG gelandet. Ich liebe ja dieses Übernachten mit "Familienanschluss". In diesme Fall 5 WGBewohner plus ein Kind plus 2 Hunde und ein Riesenpuzzle, das gelöst werden musste.
Meiner Gastgeberin hatte ich einen Geldbeutel versprochen, das musste ich zwar nicht einlösen, aber dafür bin ich an die WG eine Runde Tabakbeutel losgeworden (natürlich umsonst). Wenn alle den gleichen Tabak rauchen, kommen individuelle Tabakbeutel genau richtig. Der Rauch war zar nicht ganz so gut für meine Lungen und gut für meine Grippe aber dafür war's ein schön langer und entspannter Abend.

Am nächsten Morgen gemütlich aufgestanden unterwegs noch einen Kaffee getrunken und dann wieder ab auf die Messe und den Stand wieder aufgebaut. Manchmal hätte ich gute Lust die Beutel einfach auf den Stand zu kippen und nicht mühevoll zu sortieren. Nach einer halben Stunde sieht das eh aus wie auf einem Wühltisch. Die Kissenfee vom Nachbarstand hat das Gejammer dann geradegerückt: "Immerhin ist bei Dir was los." Und tatsächlich konnte ich mich am Sonntag nicht beschweren im Gegensatz zu vielen anderen, die zum ersten und zum letzten Mal da waren, da alle vom Umsatz nicht berauscht waren. Überhaupt ist aufgefallen, dass es kaum jemanden gab, der zum zweiten Mal da war. Auch kein allzugutes Zeichen.

Insgesamt lief der Markt ordentlich bei mir, aber bei soviel Standgebühr hab ich mehr erwartet. Es bildeten sich immer wieder Trauben an meinem Stand, die sich alles vorführen ließen und ich hab mich heiser gebabbelt. Und dann ging die Sonne auf und meine Cousine kam mit einer Freundin und hat ein paar Platten mitgebracht. Doof, das sich keinen Plattenspieler dabei hatte, ABER einen Heißluftföhn, einen Sperrholzrahmen und eine gestern gekaufte Schüssel. Doch bevor ich die nutzen konnte, hab ich Silke erst mal noch einen richtig coolen New York Geldbeutel genäht, während wir über Paul Auster gefachsimpelt (ich liebe dieses Wort) haben.
Endlich einmal Rockplatten zum verschüsseln. Und so hab ich dann für das Publikum eine Private Dancer Schüssel geformt. In anschließenden Workshops haben Besucher und ich dann "Weihnachten bin ich zu Haus" von Roy Black zu Plätzchenteller verarbeiten und Schlüsselschüsseln aus Judy Garlands Best of geformt. Alle waren mit großer Freude an der Arbeit.
Insgesamt war ich mit dem Sonntag viel zufriedener und wenn ich noch einen Rahmen verkauft hätte, wäre das Wochenende bombig gewesen.

Unterm Strich hab ich viel Spaß gehabt, nette Leute kennengelernt, Werbung für unser Rallyeteam gemacht, bin zumindest auf meine Kosten gekommen, hab Anregungen erhalten und hab eine neue Kiste randvoll mit Ü-Eifiguren. Da werd ich nochmal einen Rahmen draus basteln, schwarz lackieren und mit Glow-in-the-darkfiguren verzieren.

Achja, zwei neue Modelle für meine Nippelbuttons krieg ich auch noch. Und ich suche auch weiterhin Modelle. Wie wäre es mit Dir?

 

 

 

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