Buchmesse Leipzig

Die Buchmesse war für mich als Beutelschneider ein voller Erfolg. Erschrocken hat mich allerdings, wie wenig die Themen Japan und Libyen eine Rolle spielten.

Der Reihe nach: Dienstag Nacht reiste ich mit einem Freund in Leipzig an und wir stimmten uns schon mal auf die schlaflosen Leipziger Nächte mit einem sehr ausgeprägten Kneipenbummel ein. Mittwoch Morgen war dann ein Termin mit Frieda's Market angesetzt, die eventuell meine Beutel verkaufen will und wir waren sofort auf einer Wellenlänge. Da muss ich eifrig produzieren.

Der Donnerstag Morgen war wie immer bei der Buchmesse geprägt von Aufregung und einem kleinen bißchen Wirrwarr bis ich unseren Platz auf dem sog. Dojinshmarkt* gefunden hatte.

Die Verkäufe am Donnerstag liefen zufriedenstellend und ich freute mich auf eine anregende Messe. Zumal wir dieses Jahr das Glück hatten, ganz großartige Nachbarn zu haben. Danke an Euch und wie immer Danke an den Japanischen Teegarten und die Deutsch-Japanische Gesellschaft, die uns rund um die Uhr (naja, beinahe zumindest) mit frischem grünem Tee versorgte.

Freitag war auch ok und ähnelte sehr dem Donnerstag.

Samstag war dagegen nicht so gut. Die Besuchermassen waren dermaßen riesig, dass die Besucher keinen Platz hatten, um stehen zu bleiben und bei einem erklärungsbedürftigen Produkt wie meinem ist das nicht gut. Sonntag war dagegen wieder sehr ruhig und ich konnte in aller Ruhe nähen und verkaufen.

Selten habe ich eine Veranstaltung gehabt, auf der ich mich so richtig fühlte wie auf der Messe: Zeichner, die Bilder malen, damit ich sie zu Geldbeuteln weiterverarbeite. Verlagsmitarbeiter, die schier aus dem Häuschen waren, als sie sahen, was aus ihren Produkten werden kann.

Und natürlich die Veranstaltungen am Abend: Jede Menge herausragende Lesungen und Veranstaltungen. Ich durfte Nachwuchsautoren wie Alexander Diener persönlich kennenlernen und lauschte Oli Dittrich. Ich traf mich mit meiner Lieblingsliteraturagentur und erfuhr so einige spannende Projekte der nächsten Zeit, bekam jede Menge Einladungen zu Märkten, Messen und Conventions. Super.

Und auch, dass meine Idee eines Bastelbuches zu meinen Geldbeuteln gut ankam, ging runter wie Öl.

 

* Vor Jahren hatte ich die Idee die japanischen Dojinshimärkte auch in Deutschland zu etablieren. Das sind Conventions und Messen, auf den Nachwuchszeichner ihre Produkte anbieten. Die Buchmesse Leipzig hatte ein offenes Ohr dafür und vor sieben Jahren bauten wir einen Bereich in der Halle zwei auf, in dem sich die jungen Künstler präsentieren können. Einige davon wurden auch an Verlage weitervermittelt. Seit zwei Jahren läuft der Markt von alleine und ich konnte ganz entspannt als Teilnehmer partizipieren.

Inzwischen gibt es kaum eine Mangaveranstaltung und -convention mehr, die keinen Dojinshimarkt hat. Und auch unsere Idee, auf dem Markt Buttons zu verkaufen bzw. vor Ort zu fertigen, kam großartig an und wird von den anwesenden Künstlern seitdem regelmäßig angeboten.

Share and Enjoy:
  • Print
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • email
  • LinkedIn
  • Add to favorites
  • PDF
  • Tumblr
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Marktberichte abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.