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Hamburg-Uelzen

Hamburg am Morgen

Hamburg am Morgen

Morgens um Sieben kam ich also in Hamburg an und ging wie so oft in Richtung DB Lounge, wohl zum letzten Mal für viele Tage. Ab jetzt nur noch Bus.
Bei einer Tasse Kaffee und einer Zeitung checkte ich meine Verbindungen. Laut HVV gab es eine Verbindung, die mich bis zum Abend nach Uelzen bringen würde und so kurz nach 10 Uhr losfuhr.

Zeit also für Museen. Leider sind auch in Hamburg viele Museen Montags geschlossen, so auch das Museum für Zusatzstoffe und die Hokusaiausstellung war auch zu. Mist aber auch.
Ich schaute deshalb nach früheren Bussen und tatsächlich würde gleich ein Bus in die Richtung meines ersten Zwischenstopps fahren.
Und so nahm ich für 7,10 Euro den Schnellbus nach Borghorst um dort prompt den ersten Anschlussbus zu verpassen. Ich sah ihn noch wegfahren!
Also einen Kaffee getrunken, eins der leckeren Bahnbrote gegessen und nach Alternativen umgeschaut. Es ging leider erst eine Stunde später wieder ein Bus.

Und auch in diesem Bus nach Geesthacht das gleiche Spiel: Um eine Minute den Anschluss verpasst. Der Plan war einfach Schei*e getaktet. Keine Chance bei minimalen Verspätungen den Anschlussbus zu bekommen. Pausen von 2 Minuten sind einfach zu wenig.
'Ne Stunde am Bahnhof rumsitzen wollte ich natürlich auch nicht und so machte ich mich auf den Weg durch dieses hübsche kleine Städtchen Richtung Elbe.

Die Elbe bei Geesthacht

Die Elbe bei Geesthacht

Das Geesthachter Haus mit dem Stadtmuseum und dem Ort, an dem das Dynamit erfunden wurde, war noch zu, würde erst in einer halben Stunde öffnen. Also doch erstmal an die Elbe. Und das war es echt wert. Geesthacht hatte sich richtig rausgeputzt mit einem wunderschönen Ufer, einer Strandbar und einem kleinen Amphitheater.
Zurück im Ort erfuhr ich leider, dass gerade Umbau im Museum war und es deshalb ausnahmsweise geschlossen sei. Ob ich nächste Woche wiederkommen könne?
Verneinend machte ich mich auf die Suche nach lokalem Essen und entdeckte beim Bäcker Brötchen mit „Dänisch Ei“. War auch ganz lecker.
Dann kam mein Bus nach Niedermarschacht, der aber nach einigen Kilometern an einer großen Brücke hielt:

„Hier müssen sie aussteigen. Gehen Sie über diese beiden Brücken und dann rechts in das Dorf hinein.“
„Aber ich dachte, der Bus fährt bis Niedermarschacht Ernst-Reinstorf-Schule?“
„Nein, tut er nicht.“
„Aber so steht es im Plan.“
„Ich hab den Plan nicht gemacht und halte hier.“

Also stieg ich aus und begann über die riesige Brücke zu laufen. Eindrucksvolle Staustufen, endlose Wasserflächen und kein Ende der Brücke in Sicht. Und dann sollte ja noch eine Brücke kommen...
In Niedermarschacht schaute ich auf meine Karte und stellte fest, dass der Ort sich bandwurmmäßig an der Elbe entlangstreckt und ich lief weiter an der Ernst-Reinstorf-Schule vorbei zur Grundschule, denn hier hätte ich nochmal umsteigen müssen. Mit einer freien Stunde im Rücken besuchte ich den Getränkemarkt und kaufte mir lokales Bier. Die mit Alkohol für abends eins ohne Alkohol gleich.

Was war ich enttäuscht, als das angeblich lokale Bier nur für die lokale Getränkemarktkette abgefüllt wird, in Wahrheit aber aus Bayern stammt. Danke für die fachkundige Beratung. Traue niemandem!
Damit war ich wieder im ursprünglichen Zeitplan. Nun durfte nichts mehr schiefgehen, wollte ich das hochgesteckte Ziel Göttingen unter Umgehung Hannovers noch erreichen.

Malerische Altstadt Lüneburg

Malerische Altstadt Lüneburg

Der Bus nach Lüneburg kam pünktlich auf die Minute und ich kam auch pünktlich auf die Minute an.
Hier war von vornherein eine Pause eingeplant gewesen und ich fand nach einer kurzen Sightseeingtour durch die sehenswerte Altstadt ein persisches Restaurant mit leckerem Malzbier aus Persien mit Granatapfelaroma. Köstlich.

Und dann fiel eine tragische Entscheidung: Anstatt bis nachmittags gemütlich Soltau zu erreichen und dort zu nächtigen und nach Hannover weiterzufahren, packte mich der Ehrgeiz. „Göttingen oder Stranden!“ lautete die Parole. Sieben Mal umsteigen und ein bißchen Laufen, immer mit viel Zeit zwischen den Bussen. Es erschien machbar. Und schließlich war das ja ein Rennen, oder?
Ein bißchen Enttäuschung schlich sich zwar ein, sollte das tatsächlich so schnell vorbei sein? Du wolltest doch Freunde in Hannover besuchen? Aber vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Um Viertel vor drei fuhr der Bus nach Melbeck, Hohe Luft mit 500 Meter Fußweg zu Melbeck, Uelzener Strasse.
Irritierend war, dass ich pünktlich ankam und die Haltestelle Uelzener Strasse nur 5 Meter entfernt lag. Wo kamen die 500 Meter im Internet her?
Vermutlich 250 zum nächsten Zebrastreifen und dann wieder 250 Meter zurück.
Egal, ich machte einen Rundgang durch das Örtchen und wartete auf den Bus.
In der Heide kostet jeder Bus extra Geld. Es gibt zwar eine Auskunft im Internet, die einen „Fahrplan“ vorhält, aber jeder Bus ist ein Einzelkämpfer. Absprache und Taktung gleich null. Nagut, vielleicht auch ganz gut, die Taktung bei Hamburg hat ja auch nicht funktioniert.

Hier wie auf der ganzen Strecke hörte ich immer wieder, dass kein Bus Kontakt mit einem andern Bus hat. Ja, früher... Da gab es Funkgeräte. Aber die gibt es ja nicht mehr...
Ich kam dann irgendwie in Grünhagen an. Und auch der Busfahrer wusste nicht, wo der andere Bus abfährt. „Gibt es überhaupt einen andern Bus? Ich hab nie einen gesehen?“
Wie durch Zufall entdeckte ich einen Kasten mit Solarbetrieb. In der Mitte war ein Knopf. Den konnte man 20-3 Minuten vor Fahrtbeginn drücken und dann käme ein Rufbus.
Spannend war, dass es kein Feedback am Automaten gab: Hab ich gedrückt? Hat es funktioniert? Kommt ein Bus? Mit Platz für wieviel Leute? Niemand weiß es, bis der Bus kommt oder auch nicht.

Schrödingers Rufbuskiste

Schrödingers Rufbuskiste

Schrödingers Kiste für Linienbusse.
Gottseidank wartete ich auf einen Linienbus und musste mich nicht dieser eigentlich sinnvollen Installation anvertrauen.
Von Grünhagen Ort sollte es Richtung Uelzen gehen und ich in Bad Bevensen umsteigen. Ach wäre ich doch im Bus sitzen geblieben. Viel Abenteuer hätte ich verpasst und mir dafür keine Erkältung geholt, die mich bis zum heutigen Tag plagt.

Nach mehr als einer Stunde Aufenthalt ging es mit dem letzten Bus Richtung Brockhimbergen. Den Unglauben des Busfahrers an einen Bus 150 Richtung Duderstadt auf der Klappe tat ich mit einem Lächeln ab. Hatten doch viele Busfahrer bisher nichts von anderen Bussen gewusst. Welch grotesker Irrtum!
Jedenfalls kam ich mit dem letzten Bus in Brockhimbergen an und fragte den einzig verfügbaren Einwohner, wo denn der Bus 150 abfahren würde?

„Was für ein Bus? Den gibt es nicht! Gab es noch nie!“
Mit meiner Internetgläubigkeit wollte ich nicht so schnell aufgeben und rief beim Hannoveraner Verkehrsbetrieb an. Von denen hatte ich schließlich die Auskunft bekommen.

Das folgende Gespräch verlief unbefriedigend:
- Guten Tag, ich möchte den Bus 150 in Brockhimbergen benutzen und weiß nicht wo der abfährt.
- Das weiß ich auch nicht. Wo sind sie denn?
- In Brockhimbergen. B-R-O-C-K-H-I-M-B-E-R-G-E-N, kein Doppel E in Himbergen, wie Berg und Tal.
- Den Ort gibt es nicht.
- Verzeihung, das ist nicht Bielefeld. Ich steh physisch in diesem Ort. Und ich buchstabier noch mal alles.
- Den Ort gibt es nicht, er wird zumindest nicht angezeigt.
- Probieren Sie es mal ohne zwei Es.
- Stimmt, der Ort taucht auf. Wo möchten Sie hin?
- Von Brockhimbergen nach Duderstadt mit Bus 150.
- Da fährt nix.
- Ihre Auskunft hat das aber gesagt.
- (patzig) Da kann ich nix dafür, der Bus wird nicht von uns betrieben.
- Ich hab ja auch nicht gesagt, dass Sie persönlich etwas dafür können. Aber ich steh jetzt in Brockhimbergen, hab den sicheren Bus nach Uelzen verlassen, weil Ihre App mir dazu geraten hat. Und jetzt würde ich gerne wissen, wie ich von hier wegkomme.
- Das kann ich Ihnen doch nicht sagen!
- Wer denn dann, wenn nicht die Auskunft?
- Ich jedenfalls nicht!
Und legt auf.

Brockhimbergen ist nicht groß, 70 Einwohner. Bis auf Helmut S., der noch Hecke schnitt, waren wohl alle schon bei der Feuerwehr zum Fest. Ich wurde eingeladen wahlweise mitzukommen oder nach Bad Bevensen gefahren zu werden.

Der 1000jährige Stein von Brockhimbergen

Der 1000jährige Stein von Brockhimbergen

Daraufhin lehnte ich dankend und bedauernd ab und erzählte, wie es zu dieser Situation gekommen war. Herr S. war auch ein Weltreisender und brachte ein gewisses Verständnis für mich auf. Er zeigte mir noch den 1000jährigen Stein und verabschiedete mich freundlich auf den Fußmarsch über Weste nach Uelzen. Wär ich doch im Bus geblieben.

Und dann ging es nach Weste und durch andere Orte immer der Straße entlang 25 km Richtung Uelzen, wo ich schon nachmittags hätte sein können. Super Internet! Und ich versprach mir, mehr auf Busfahrer zu hören. Die waren die Profis für ihre Strecken.
Bisher hatte ich auf der ganzen Reise, so kurz sie bisher war, Glück gehabt. Geregnet hat es immer nur, wenn ich im Bus saß. Aus-, Um- und Einstieg geschahen immer bei Sonnenschein.
Doch mein Glück schien sich zu wenden. Kurz vor Molzen (?) zog der Himmel sich zu und ich erreichte gerade noch eine Bushaltestelle bevor der Regen niederging.

Hab ich schon erwähnt, dass ich am andern Ende von Brockhimbergen einen Bus verpasst habe? Der nicht im System stand? Und das um 3 Minuten? Weil ich zu lange mit Herrn S. und vor allem der Auskunfttante geredet habe?
Nicht gerade freundliche Gedanken gingen mir durch den Kopf als ich im Bushäuschen auf der Bank lag und dachte, Mist, das Dach ist undicht! Es war nicht undicht. Der Hagel ist vom Boden aufgesprungen und ins Häuschen hinein.

Hagel in Molzen

Hagel in Molzen

Herr Hartmann weiß sich natürlich zu helfen. Flugs die Picknickdecke mit der wasserabweisenden Unterseite hervorgeholt und über mich und die Taschen gelegt.
Gemütlich drunter vorgelugt, wie die Straße binnen Minuten zu einem reißenden Bach wurde und den armen Feuerwehrmann bedauert, der durch den Regen in voller Uniform sprintete.
Darüber muss ich wohl eingeschlafen sein. Gegen halb elf, also eine Stunde später wachte ich wieder auf. Dachte, ändert ja nix und machte mich wieder auf den Weg Richtung Uelzen.

Der nächste Bus wäre morgens um halb Acht gefahren und ich hatte Angst einen frühen Bus zu verpassen. Leider waren meine Schuhe nicht ganz wetterfest und ich lief mir höllische Blasen ohne umkehren zu können.
5,4 Kilometer noch bis Uelzen und 7,4 bis zum Bahnhof. 5,4 km das sind 108 Streckenbegrenzungsposten. Und so lief ich im Dunkeln an der Straße entlang und zählte rückwärts von 108 die Posten. Blieb stehen, wenn mich ein entgegenkommendes Auto blendete. Knirschte beim Wiederloslaufen mit den Zähnen ob der stärkerwerdenden Schmerzen und ging weiter und weiter. Wobei, ein Highlight gab es ja doch. Oder deren viele: Leuchtende Glühwürmchen umschwärmten mich.
Das Industriegebiet von Uelzen ist hässlich wie jedes andere Industriegebiet und nicht motivierend für den Schlusssprint, aber irgendwie kam ich doch nach Uelzen.
Es war kurz nach Mitternacht, alle Lichter aus und für die Ausnüchterungszelle war ich leider nicht besoffen genug.

Blieb nur noch der Bankautomatenraum für einige wenige Stunden unruhigen Schlafes.
Nicht ganz im Zentrum, da könnten Bankkunden oder Polizisten einen aufscheuchen aber auch nicht zu weit weg vom Weg zum Bahnhof.
Und so landete ich im grell erleuchteten Vorraum der Targobank und legte mich hinter den Geldautomaten.

 

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Echte Roadtrips und Abenteuer kann man nur noch im Ausland erleben?

Während oder kurz nach unserem Abenteuer in Indien kam die Frage auf, ob man für ein „Echtes Abenteuer (tm)“ ins Ausland, bevorzugt Asien oder Afrika, fahren müsse oder ob man dies noch vor Ort erleben könne?

Deutschland ist gut erschlossen bis in seine hintersten Winkel. Autobahnen und Straßen allüberall und auch der ÖPNV ist mit Zug und Bus und seit neuestem auch Fernbus gut ausgebaut. Die Abenteuer würden sicherlich anders aussehen müssen als in Indien. Ersatzteile wie z.B. Schrauben besorgen ist nur da spannend, wo es nicht überall Baumärkte etc gibt.

Jeder der will kann Deutschland an einem Tag durchqueren.
Was aber, wenn man sich selbst Beschränkungen auferlegt? Und das langsamste öffentlich verfügbare Mittel wählt? Den Bus?

Schlafabteil ohne Steckdose, aber mit viel Komfort.

Schlafabteil ohne Steckdose, aber mit viel Komfort.

In Zeiten von Bahnstreiks und ausfallenden Zügen ist es vielleicht ratsam zu wissen, wie man alternativ mobil unterwegs sein kann.

Ich brachte eine Idee ins Spiel, die mir schon länger durch den Kopf spukte: „Wir veranstalten ein Rennen mit dem Bus durch Deutschland! Kein Zug, kein Fernbus, nur Stadtbusse.“

Viele Personen, denen ich von der Geschichte vor, während und nach Indien davon erzählte. Einige waren regelrecht begeistert. Theoretisch zumindest. Mitfahren wollte erst mal niemand. Oft mangelte es an Zeit oder Geld. Immerhin müssten berufstätige Menschen ihren Urlaub opfern um im Bus zu sitzen.

Aber, im Gegensatz zu Autorallyes und Tuktukrennen hätte man sogar etwas von der Landschaft. Dank der Rallye-mit-Chaffeur hätte man viel Zeit aus dem Fenster zu schauen, die Landschaft zu genießen, zu träumen oder Briefe und Postkarten zu schreiben.

Erste Versuche:
Angedacht für das Rennen wäre die Strecke München-Hamburg.
Versuchsweise plante ich im Frühjahr von München nach Heidelberg zu kommen.

Erster Anruf bei den Verkehrsbetrieben in München: „Grüß Gott, wie komm ich mit dem Stadtbus von München nach Augsburg?“ „Gar nicht? Nehmen Sie den Zug?“ „Wenn ich jetzt aber partout mit dem Bus fahren will? Leider gibt mir Ihre Website keine Auskunft.“ „Ich auch nicht. Das geht nicht. Punkt.“

So ungefähr lief das Gespräch ab und da war mein Ehrgeiz gepackt.
Ich lud mir das Streckennetz des Münchner Verkehrsverbundes herunter und auch so ungefähr alle verfügbaren Streckennetze von München bis Heidelberg. Und tatsächlich gab es eine Haltestelle, die sowohl aus Richtung München als auch aus Richtung Augsburg angefahren wurde: Odelzhausen.

Einziger Knackpunkt: Ich würde in Odelzhausen übernachten müssen. Morgens um kurz nach Sieben fährt ein einziger Bus Richtung Augsburg. Aber es würde gehen. Für 60km hätte ich anderthalb Tage gebraucht und die Übernachtung würde abenteuerlich, aber es würde gehen.

Und so plante ich weiter. Eine wiederkehrende Erfahrung war, dass die Servicehotline eigentlich überall überfordert war und ich anhand von Streckenkarten meine Route selbst planen musste. Gut, dass die meisten Serviceverbünde diese Auskünfte online bereitstellten.

Meine Lieblingshaltestelle wäre Tripsdrill geworden. An diesem Freizeitpark trefen sich drei Verkehrsverbünde und man hätte Zeit den Park zu durcheilen und ausnahmsweise auch mal eine Bahn zu verwenden. Die Achterbahn.

Resümee der Recherche: In 5 Tagen würde ich recht gemütlich nach Heidelberg kommen. Wenn man also zehn Tage veranschlagen würde, könnte man es auch bis Hamburg schaffen. Sportlich, aber machbar.

Falls daraus ein offizielles Rennen würde, müsste man natürlich eine zumindest kleine Siegesfeier organisieren als Abschluss für alle Teilnehmer. Also Location finden, Sponsoren, etc.

Für dieses Jahr war es dafür wohl zu spät.
Was blieb war der Wunsch es einfach mal zu probieren. Die Rallye Allgäu-Orient, die ich eventuell 2017 wieder mitfahren wollte, hatte mal wieder Probleme mit der politischen Lage in Türkei und drumrum und würde in Istanbul enden, fast auf halber Strecke.
Die politische Lage würde sich auch 2017 nicht entspannen und die größte Frage wäre, kann das Rennen wie geplant stattfinden?
Das und die Bitten vieler Freunde es sein zu lassen führten zu einer Mischung aus Enttäuschung und Erleichterung als ich für mich die Rallye 17 cancelte.
Dabei war ich noch nicht einmal angemeldet. Zufällig schaute ich in meinen Kalender und entdeckte zwei Wochen ohne einen Termin. „Jetzt oder Nie!“ schoss es mir durch den Kopf und ich teilte Freunden und Bekannten mit, dass ich in ein paar Wochen durch Deutschland eilen würde.

Große Erleichterung allerseiten als ich dies als Alternative zur Rallye hinstellte.Die bewährte Masche bei mir: So vielen Leuten von einem Projekt erzählen, dass ich keinen Rückzieher mehr machen kann.

Und so bestieg ich in Frankfurt den Nachtzug nach Hamburg, nur um wieder heimzufahren. Aber was für ein Zug: Ein Intercity, der bis morgens um sieben brauchen würde. Ich könnte also durchschlafen. Prima. Und dann hab ich noch diesen einen uralten Wagon entdeckt mit Sitzen, die ausziehbar und zu einem Bette geformt werden konnten. Komfortabel schaukelte ich meinem Start entgegen.

Achja, die DB Lounge in Frankfurt stattete mich noch mit leckeren Brotpaketen für den kleinen Hunger unterwegs aus. Vielen Dank an dieser Stelle.

Die Regeln:
1a. Nur Stadt- und Regionalbusse dürfen benutzt werden.
1b. Keine Schienenfahrzeuge welcher Art auch immer. Kein Trampen, Keine Fernbusse.
1c. Wandern war natürlich erlaubt.
2. Bonuspunkte für Museumsbesuche und Stadtbesichtigungen.
Ausnahmen: Innerhalb einer Stadt waren Kurzstrecken auch mit Zügen etc. erlaubt um bei Bekannten, Freunden etc. zu übernachten. Die Fahrt müsste am nächsten Tag aber an der letzten Bushaltestelle fortgesetzt werden.

 

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Dawanda und der Stundenlohn

IMG_9513Ich habe mich mal wieder den Kronkorken zugewandt und Schmuck aus diesen gefertigt.

Da das eine aufregende neue Sache ist, hab ich mal die Zeit gestoppt und ich brauch ungefähr 3,5 Minuten pro Anhänger (bei hundert Stück).

Legt man 60 Euro Stundenlohn zugrunde und nimmt noch 40 cent Materialkosten hinzu, komm ich auf knapp 4 Euro, die mich jeder Anhänger in der Herstellung kosten.

So weit so gut.

Jetzt hab ich ca. 4 Stunden gebraucht um ( lausige) Fotos von den Anhängern zu machen und 35 Stück bei dawanda hochzuladen. Das sind fast 7 Euro Stundenlohn pro Anhänger. Macht also bisher 11 Euro pro Stück. Jetzt mal noch ein paar Minuten für die Verkaufsabwicklung sowie Verpackungsmaterial und den Gang zur Post dazugerechnet komm ich bei minimum 20 Euro pro Stück raus. Eher werden es wohl 30 Euro sein.

Für realistisch halte ich einen Verkaufspreis von 9 Euro, eventuell noch bis zu 15 Euro, mehr aber auch nicht.
Da stellt sich die Frage, wie es weitergeht damit: Weg mit dem Produkt? Schluss mit Dawanda? Oder Selbstausbeutung und Mindestlohn von 8,50Eur0 berechnen?

Hmm. Alles nicht wirklich gut.

 

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Neue Postkarten im Shop

Neben dem Klassiker "Zündkerzenflaschenöffner" gibt es jetzt auch wieder Postkarten im Shop.

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One world - one love

One world - one love
Papierarbeit auf Holztisch.
Auf einem ausrangierten Holztisch eines Frankfurter Kindergartens hab ich die Indexseiten eines Atlanten als Unterlage genommen und darauf die Kontinente der Welt neu arrangiert für mehr Liebe und Harmonie in der Welt.
zusätzlich hab ich aus schwarzem Papier Notenlinien geschnitten und mit Buchstaben die Worte "One world - one love" geformt.

Die Postkarte hat das Format 15*15 cm und braucht 1,45 Euro Porto beim Versand (maxibrief).

Stückpreis: 2,00 EUR *
Grundpreis: 2,00 EUR
Lagerbestand: 999
Gewicht: 0.00Gramm
(zzgl. Versandkosten)
Gewicht: 0.00 Gramm


One world - one love
Menge:
(*) Alle angegebenen Preise sind Endpreise zzgl. Liefer-/Versandkosten. Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gemäß § 19 UStG erhebe ich keine Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus.
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Kennst Du das Land, wo der Hopfen blüht?
Tischbeins berühmtes Göthegemälde ergänzt um ein gut gefülltes Bierglas sowie eine Hopfendolde. Ausgeführt mit mehr als 50 Biersorten auf der craft beer Frankfurt Messe live vor Publikum. Das Bild besteht aus über 6000 Kronkorken und misst im Original ca. 2*3 Meter. Die Postkarten haben das Format 15*15 cm und der Versand kostet 1,45 Euro (gilt als Maxibrief).
Stückpreis: 2,00 EUR *
Grundpreis: 2,00 EUR
Lagerbestand: 700
Gewicht: 0.00Gramm
(zzgl. Versandkosten)
Gewicht: 0.00 Gramm


Kennst Du das Land, wo der Hopfen blüht?
Menge:
(*) Alle angegebenen Preise sind Endpreise zzgl. Liefer-/Versandkosten. Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gemäß § 19 UStG erhebe ich keine Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus.
0.00
Göthe Portrait

Das klassische Götheportrait von Tischbein reduziert auf drei Farben.
Das Bild besteht aus mehr als 4000 Kronkorken der Brauerei Binding.
Der Hintergrund wurde aus den normalen Bindingkronkorken gefertigt, der Kopf selbst aus den Sonderdrucken anlässlich des Jubiläums 2015.
Format des Originals ca. 2x2 Meter.
Die Postkarten haben das Format 15*15 cm und gelten als Maxibrief.

1 Postkarte kostet 2 Euro,
10 Postkarten kosten 5 Euro.

Stückpreis: 2,00 EUR *
Grundpreis: 2,00 EUR
Lagerbestand: 999
Gewicht: 0.00Gramm
(zzgl. Versandkosten)
Gewicht: 0.00 Gramm


Göthe Portrait
Menge:
(*) Alle angegebenen Preise sind Endpreise zzgl. Liefer-/Versandkosten. Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gemäß § 19 UStG erhebe ich keine Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus.
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Heartmannblog wieder geöffnet

Nach langer, langer Zeit hab ich wieder Zugriff auf dieses blog. Hurra! und Juppheidi.

Jetzt muss erstmal einiges auf den neuesten Stand gebracht werden.

Ich bitte noch um ein wenig Geduld.

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Ladenlokal in FFM-Höchst!

Das ging jetzt alles sehr schnell und hopplahopp. Seit vorgestern (27.1.2015) hab ich einen kleinen Laden mit 25 qm in Höchst in der Bolongarostrasse 157, Nähe Schlossplatz und und Kleinmarkthalle Und jetzt such ich Leute, die mutig genug sind, ihre Ware in diesem Lädchen verkaufen zu wollen.

Mein Mietvertrag läuft auf unbefristete Zeit mit 4 Wochen Kündigungsfrist für beide Seiten. Vermutlich ist im September schon wieder Schluss, da das ganze Haus dann saniert wird. Das kann sich aber auch bis ins neue Jahr hinziehen und entsprechend länger hätte ich dann den Laden. Ich kann Euch also kein gut etabliertes Ladenlokal anbieten.

Ich biete meine Geldbeutel aus alten Comics, Kalendern und Landkarten an, meine Kollegin Angelika Ketten und Ohrringe aus japanischen und indischen Briefmarken. Außerdem wird Yakitori noch einen Ständer mit T-Shirts in den Laden stellen.

Die Öffnungszeiten werden wohl Dienstag bis Samstag jeweils von 12 bis 20 Uhr sein. Zu Beginn werde ich aber auch früher da sein um zu schauen, ob sich frühere Öffnungszeiten z.B. an den Markttagen lohnen.

Ein Problem ist, dass sowohl Angelika als auch ich nahezu den kompletten April nicht da sein können, da wir für ein Projekt in Indien sind. Die Öffnungszeiten gliedern sich also in Februar-März und Mai-September.

Es gibt ein kleineres Hinterzimmer mit knapp 10 qm und einen größeren Verkaufsraum mit ca. 15 qm und einem großen Schaufenster. Unsere Regale werden nur 18 cm tief sein bei einer Breite von knapp 80 bzw. 100 cm.

Als Regalmiete würde ich einen Mix aus Pauschalbetrag und Verkaufsprovision bevorzugen. Die Ladenmiete ist für mich auch ohne Fachvermietung stemmbar und ich würde den Pauschalbetrag für zusätzliche Werbung verwenden.

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Designparcours Höchst

Vielen Dank! Das war großartig!

Tolle KollegInnen, nette Besucher, guter Umsatz und 5kg Kronkorken für das nächste Bild. So kann es weitergehen, z.B. 1m 13. in Heidelberg und die Woche drauf in Oberelsbach. Weitere Infos folgen.

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Offline in Offenbach

Nicht alle Marktberichte können euphorisch sein und für alle, die immer denken "Wie schön, das Hobby zum Beruf gemacht" hier mal die Kehrseite der Medaille:

Der Herbstmarkt Offenbach wurde als Handwerkermarkt beschrieben. Mit kostenlos gestellten Hütten für (Kunst-)handwerker. Nur 50 Euro Strom müssen gezahlt werden.
Mit dem Veranstalter hab ich schon Weihnachtsmärkte gemacht, ich war zufrieden. Alles klappte reibungslos, die Aufsicht war freundlich aber bestimmt und hatte alles im Griff. Also zugegriffen. 10 Tage Markt für 60 Euro Kosten. Was kann da schon schiefgehen. 200 Euro für Automiete und Benzin noch drauf. 20-30 Euro pro Tag für Fahrten und Übernachtung und etwas zu Essen. Super! Bei meinem üblichen Schnitt dachte ich, dass ich nach 2-3 Tagen ein neues Laptop kaufen kann, da das alte abgeraucht ist. Um es gleich vorwegzunehmen: Es wurde während des ganzen Marktes nichts daraus.

Ich kam an und durfte mir meine Hütte aussuchen und hatte sogar Einfluss auf die Wahl meiner Nachbarin, die ich vom Cosday kannte. Alles super. Stromkabel in einen Verteilerkasten gesteckt, der in der Nähe stand. Dem Veranstalter war egal, in welchen. Dann die Deko und den STand aufgebaut.Extra nochmal für 100 Euro Herbstdeko gekauft. Denn wenn der Stand schön wird, darf ich auch auf den WEihnachtsmarkt desselben Veranstalters.

Am nächsten Tag dann die freudige Überraschung: Ich muss einen anderen Verteilerkasten nehmen. Leider ist das Kabel zu kurz und Ersatz schon wieder heimgefahren. Kommentar des Veranstalters: "Lass mich mit sowas in Ruhe. Komm zu mir, wenn Du Ficken gehen willst, dann lad ich Dich in den Puff ein." Und kassierte gleich noche mehr Geld für den Strom als ausgemacht. "Das war ein Buchungsfehler, du bist  ein Bastler und kein Handwerker. Sei froh, dass Du da sein darfst."

Die anwesenden Bastler waren Judith mit wunderbarem Schmuck und Figürchen und ich. Gegenüber war Muggel mit seinen Laubsägearbeiten und ein Stand der neben Lesezeichen reduzierte Kleidung anbot. Aber die Lesezeichen wurden selbst gefertigt.

Am Eingang des Marktes gab es drei Imbissstände und Plastikspielzeug. Dazu Karuselle, Kräuterhändler etc. in der Fußgängerzone.
Dann kam Michael mit seinen Laubsägearbeiten und neben dran reduzierte Kleidung +  Lesezeichen (selbst veredelt). Gegenüber waren Judith und ich.

Dann kam der Glühweintempel und noch eine Grillbude und ein Possmannstand und ein Bierstand und ein Stand für Gartenfiguren und Schachbretter und noch ein Glasstand. Dazu Trampolin etc. Das war es. Handwerker? Holzmuggel, Judith und ich. Und wir wurden beschimpft, dass wir keine richtigen Handwerker seien.

 

Die Musik in der Mitte war extrem laut und unterirdisch schlecht. Wir mussten mit unseren Kunden brüllen. Und wenn wir es leiser haben wollten hieß es lapidar "5 Euro".
Irgendwann hab ich denen den Stecker gezogen und auch nur 5 Euro gesagt, als sie wissen wollten, was ich gemacht habe.

Das Problem war einfach, dass der Marktleiter nicht da war. Die ganze Zeit nicht. Und sein Stellvertreter, so er nüchtern und anwesend war, nur rummotzte und brüllte. Idiotischerweise auch die Mädchen, die am zweiten Samstag auf die Bühne sollten. Sorry, aber seinem Programm gibt man kein Hausverbot.
Vielleicht auch deshalb war die Bühne an 8 von 20 Tagen unbenutzt.
Symptomatisch auch, dass immer wieder Leute da waren, die auf den Veranstalter warteten: Aber selbst beim Abbau war kein Marktleiter da. Nichts.

Aber es waren ja auch kaum noch Händler da. Wie die kleinen Negerlein hat ein Stand nach dem andern abgebaut und es war allen egal. Nur Judith und ich hielten durch bis zum Schluss.
Dass die Öffnungszeiten nicht eingehalten wurden, fiel dann kaum noch ins Gewicht.
Danke für das Zuhören.

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Design HD 2014 – Vielen Dank

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen des Marktes beigetragen haben, allen voran den Ausstellern, die schon letztes Jahr dabei waren und das Abenteuer gemeinsam mit mir nochmal angingen.

2014 war der zweite Markt an einem anderen Termin und das hat sich gelohnt. Mehr als doppelt soviele Besucher wie letztes Jahr (328 zahlende Gäste plus Ausstellerfreikarten) die abgesehen von einigen wenigen Leuten alle sehr zufrieden waren.

Die Qualität der Waren wäre ausgezeichnet, besser als auf vielen Märkten und das Essen hervorragend und dennoch preiswert.

Besser als letztes Jahr funktionierte die Werbung (war auch etwas teurer), aber das ist dennoch der Punkt an dem ich nächstes Jahr ansetzen muss um den Markt zu verbessern. Da gibt es noch einiges an Optimierungspotential. Aber hey, war doch dieses Jahr schon besser, oder?

 

Ich glaube, der Termin ist ganz gut gewählt, auch wenn er immer mit 1.Maifeiern und Muttertag (2. Sonntag im Mai) zu kollidieren droht.

Ach, es ist noch viel Zeit. Mal schauen wie es wird.

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